In der HYROX-Abteilung des KSC Asahi Spremberg e. V. wird Inklusion im Sport aktiv gelebt – als Pionierprojekt, das aus praktischer Erfahrung heraus entstanden ist.

Madlen Kanter, adaptive Athletin, und ihre Doppelpartnerin Sarah-Luisa Lehmann, nicht-adaptive Athletin, trainieren seit 2021 jeweils individuell, um ihre sportlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ergänzend dazu trainieren sie auch gemeinsam und führen ihre individuellen Leistungen zusammen.

Beim HYROX-Wettkampf 2023 in Warschau erreichten sie gemeinsam einen dritten Platz – in einem Wettkampfsetting, das in dieser Form zuvor nicht vorgesehen war. Die neu entstandene Sportart hat dabei die Möglichkeit eröffnet, diese Konstellation sichtbar und umsetzbar zu machen.

Diese Erfahrung zeigt, dass neue sportliche Entwicklungen zusätzliche Möglichkeiten schaffen und gleichzeitig in bestehende Strukturen integriert werden können.

Aus dieser praktischen Erfahrung heraus entwickelte sich zunächst ein Projekt, aus dem im weiteren Verlauf der Drei-Säulen-Ansatz nach M’Kanter hervorging. Dieser verbindet Regelsport, Parasport und CoSport als gleichwertige Bestandteile eines gemeinsamen Systems

Ziel ist es, bestehende Strukturen nicht zu ersetzen, sondern sie aus der Praxis heraus weiterzuentwickeln und neu zu gestalten.

CoSport bildet dabei als dritte Säule einen eigenständigen sportpädagogischen Ansatz. Er ersetzt Regelsport und Parasport nicht, sondern verbindet beide Strukturen miteinander.

Die drei Säulen bleiben eigenständig bestehen, vernetzen sich und entwickeln sich jeweils individuell weiter. Wie bei einem Puzzle greifen sie ineinander und ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit.

Wenn ein direkter Wechsel zwischen Parasport und Regelsport nicht möglich ist, eröffnet CoSport zusätzliche Wege der Teilhabe. Erst im Zusammenspiel aller drei Säulen wird Inklusion im Sport praktisch umsetzbar.

Grafik: Drei-Säulen-Modell nach M’Kanter © Madlen Kanter

Trainings, Workshops und Wettkämpfe zeigen, wie Inklusion konkret gestaltet werden kann.

CoSport fördert aktiv Partizipation, indem Menschen unabhängig von ihren Voraussetzungen zur Teilnahme eingeladen werden. Gleichzeitig trägt der Ansatz zur Chancengleichheit bei, indem sportliche Entwicklung unter fairen und gemeinsamen Bedingungen praktisch umgesetzt werden kann.

Dabei lernen die Athletinnen und Athleten, sportliche Leistung aus neuen Perspektiven zu verstehen und umzusetzen. Gleichzeitig entwickeln sie wichtige Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, gegenseitiges Verständnis und Flexibilität.

Seit November 2023 wird das Projekt ehrenamtlich von engagierten Mitgliedern aus verschiedenen Regionen Deutschlands getragen und kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Ansatz nach M’Kanter zeigt, dass Inklusion ein integraler Bestandteil sportlicher Praxis ist.

Aus diesem Entwicklungsprozess heraus ist die Kampagne #WIRlebenINKLUSiON entstanden, die den Ansatz sichtbar macht und in die Öffentlichkeit trägt.

Das Projekt befindet sich im Aufbau und lebt von Menschen, die diesen Weg aktiv mitgestalten möchten
Interesse geweckt?

Ganz gleich, ob du Sportlerin oder Sportler bist, ob mit oder ohne Behinderung, ob mit Migrationshintergrund oder aus vielfältigen Lebenswelten – jede und jeder ist eingeladen, mitzumachen. Ob als Partner, Unterstützer oder Förderer – wir freuen uns über deine Kontaktaufnahme, um Inklusion im Sport gemeinsam weiterzuentwickeln.