
Unser Bundesliga – Team startet mit einer bitteren und unerwarteten Niederlage in die neue Saison. Mit einem 5:9 erwischten unsere Jungs um ihren neuen Kapitän Luc Meyer einen denkbar schlechten Start. Die lange Anreise mit über 7 Stunden bis nach Bottrop stellte auch in den vergangenen Jahren schon ein Riesenproblem dar. Diesmal gab es aber noch eine Vollsperrung obendrauf, so daß sogar der ganze Wettkampf in Gefahr geriet. Ein Teil des Teams stand kurz vor dem Ruhrpott, der andere Teil bangte und hoffte, aber konnte nicht zur Waage. „das war nicht nur Psychisch eine Belastung sondern auch körperlich. Die Jungs die Gewicht gemacht hatten mußten warten und warten und durften nix essen. Das ging also schon kacke los für uns.“ so Trainer Mike Göpfert Dennoch holte Artem Lesiuk den 1. Punkt für unser Team, diesmal sogar eine Gewichtsklasse höher als üblich. Carl Then fand anschließend nicht richtig in den Kampf und mußte diesen leider abgegen. Neuzugang Abdusamad Abdullaev machte gegen den italienischen Grand Prix Sieger und Weltranglisten 14. Valerio Accogli einen starken Kampf. Der Berliner Junge ging über die volle Zeit und könnte diese Saison noch sehr wertvoll werden. Henry Röder knüpfte mit seinem Sieg an die Leistungen der letzten Saison an und glich zum 2:2 aus. Movli Borchashvilli hatte danach gegen den mehrfachen Grand Prix Sieger und Weltranglisten 9. Kanan Nasibov aus Azerbaishan nur eine Außenseiterchance, die er leider nicht nutzen konnte. Nachdem Leo Erdmann seinen und auch unseren Erwartungen nicht gerecht wurde, lag es an Elija Märkt, den Abstand zur Pause nicht zu groß werden zu lassen. Dementsprechend motiviert ging Elija die Sache an und erwischte seinen Gegner nach einem massiven Block mit einer herrlichen Kontertechnik. Zum Entsetzen unsere Jungs gaben die Kampfrichter die Wertung und damit den Sieg nach Bottrop. „Wir haben uns das 9x angeschaut und auch beim 10x kommen wir zu keinem anderen Ergebnis, diese Entscheidung war nicht korrekt und hat uns so ein bissl das Genick gebrochen.“ so Dirk Meyer Dennoch versuchten Trainer Mike Göpfert und der etwas angeschlagene Kapitän Luc Meyer mit ihren Halbzeitansprachen das Team wach zurütteln und an ihre Kämpferehre zu appelieren. Schon oft konnten unsere Jungs in der Vergangenheit das Ruder noch rumreißen und auch diesmal sah es kurzzeitig wieder danach aus. Artem Lesiuk und Carl Then verkürzten mit ihren vorzeitigen Siegen auf 4:5. Nachdem Max Henke gegen den Weltranglisten 14 V. Accogli eine Niederlage einstecken mußte, war es der erst 19jährige Erik Heinemann der zum 5:6 verkürzte. Movli Borchashvilli kratzte anschließend an der Sensation und lag gegen den deutlich schwereren und fast übermächtig wirkenden Grad Slam Sieger Nasibov sogar vorne, wurde aber gnadenlos umgebogen und vom Azerbaishaner förmlich begraben. Bis 100 Kg wollte Leo Erdmann unbedingt die Revanche, ging aber etwas übermotiviert in den Kampf und wurde ausgekontert. Damit stand die Niederlage bereits fest. Dennoch wollte Vladi Stark den Kampftag irgenwie possitiv für uns abschließen. Nach fast einem Jahr Verletzungspause war dies Vladis erster Kampf überhaupt. Es fehlte noch ein wenig an Spritzigkeit und auch ein bischen am Selbstvertrauen. Sein Kämpferherz brachte ihn aber bis in den Golden Score und Vladi wollte unbedingt den Punkt. Bei einem seiner zahlreichen Angriffe wurde Vladi am Bodenliegend gedreht und die Kampfrichter beendeten das Gefecht mit der kleinsten Wertung im Judosport. Am Ende eine etwas zuhoch ausfallende 5:9 Niederlage und der Frust über die noch bevorstehenden 7,5 Stunden Autofahrt. „Wir wußten es wird schwer aber nicht unmöglich. Elijas umstrittene Niederlage war am Ende der Ko. Mit den fehlenden Standke und Meyer hätten wir hier bestehen können oder mit Anton, der leider zu einer IJF Prüfung mußte. Jetzt gilt es den Blick nach vorne zurichten und gegen den Deutschen Meister aus Potsdam, das Judowunder herauf zubeschwören.“ so Präsident Dirk Meyer





