Emotionaler Abschied zweier Spremberger Judogrößen

Karsch und Kruse beenden Ihre Bundesliga Karriere

Beim letzten Heimkampf der Saison 2022 durften sich die Spremberger Fans gleich von zwei Spremberger Judogrößen verabschieden. Johannes Karsch und Johannes Kruse genossen den Abschied vor fast ausverkauftem Haus und wurden von der Mannschaft mit einem deutlichen Sieg über Hertha Walheim zusätzlich beschenkt.

Johannes Karsch kämpfte über 15 Jahre für seinen Verein und zählt damit zur den Urgesteinen dieser Mannschaft. Von der Regionalliga bis zur 1. Bundesliga erkämpfte Johannes insgesamt 4 Meistertitel und 2 Aufstiege mit dem KSC ASAHI. Höhepunkt seiner Bundesliga Karriere war mit Sicherheit der Sprung in die Play Offs gegen den Deutschen Rekordmeister TSV Abensberg. Dr. Karsch hält zudem mit seinem Blitzsieg nach 6 Sekunden im Bundesliga Duell gegen den GJC Bonn den Rekord für den schnellsten Ippon im Bundesliga Oberhaus. Der Mannschaft bleibt er natürlich weiterhin treu und übernimmt wie auch schon zu seiner aktiven Zeit Aufgaben im Orga-Team.

Johannes Kruse kommt auf immerhin acht Bundesligajahre in Spremberg. Sein Heimdebüt gegen den 1. JC Mönchengladbach ging damals gründlich daneben. Johannes verlor sein Match und der KSC ASAHI seinen Heimnimbus nach stolzen 5 Jahren. Danach avancierte Johannes aber zum Punktgaranten und machte selbst vor Olympiateilnehmern und Grand Prix Siegern keinen Halt. Intern wurde er auch Mister Bundesliga genannt. Aber auch Abseits der Matte war auf Johannes verlass. Er organisierte die Trainingscamps der Mannschaft und so manche legendäre Weihnachtsfeier.

„dass es einmal so weit kommt war Jedem klar. Aber wenn es dann soweit ist bist du einfach nicht bereit als Verein solche Charaktere gehen zulassen. Beide sind wirklich echte Verluste für uns und die Mannschaft. Mit den beiden Johannesen gehen auch zwei persönlich gute Freunde von mir.“ so Vereinschef Dirk Meyer

Ausgezeichnet wurden beide Kämpfer, wie es bei ASAHI bereits Tradition ist, mit handgefertigten Pokalen aus dem alten Parkett der Judohalle und einer aussortierten Trainingsmatte.

Foto: zwei Spremberger Bundesliga Urgesteine beenden Ihre Karriere Johannes Karsch (li) und Johannes Kruse (re)

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