Vom Gejagten zum Jäger

Nachdem am ersten Spieltag bereits die erste Niederlage verzeichnet wurde, waren die Spremberger Spitzbuben am vergangenen Freitag bereits unter Druck. Ziel war es den Punkteabstand zum Kolkwitzer SV nicht größer werden zu lasen bzw. mit ein wenig Glück sogar zu egalisieren. Doch dazu musste der einstige Erzrivale WSG Buckow und eine starke zweite Mannschaft des HSV Cottbus ohne Satzverlust geschlagen werden.

Gleich im ersten Spiel kam es zum heiß erwarteten Derby. Gegen die bis dato ungeschlagenen Buckower musste kein Spieler des KSC Asahi extra motiviert werden. Hochkonzentriert starteten sie in die Partie. Auf der anderen Seite des Netzes zeigten sich vor allem die jungen Spieler der WSG beeindruckt. Schwierigkeiten im Abwehrverhalten ließen kein wirkungsvolles Angriffsspiel zu und so kam es schnell zu  einer sicheren 5-Punkte-Führung. Routiniert und wie ein Uhrwerk brachten die Asahi-Volleyballer den ersten Satz mit 25:18 auf ihre Habenseite. Im zweiten Durchgang dasselbe Bild. Die WSG Buckow konnte erneut die Bremse nicht lösen und die Spitzbuben zeigten keine Schwäche. Folglich ging auch dieser Satz mit 25:18 an unsere Jungs.

Im zweiten Spiel trafen die Spitzbuben nun auf den HSV II. Und hier zeigte sich, dass ein Spiel gegen den Rekordmeister aus Spremberg immer zusätzliche Kräfte freisetzt. Wenige Fehler auf beiden Seiten  führten zu einem sehr ausgeglichenen und äußerst ansehnlichen Spiel. Bis Mitte des ersten Satzes konnte sich keine Mannschaft nennenswert absetzen. Eine Aufschlagserie der Spitzbuben und die Annahmeschwäche des HSV sorgten am Ende für den dann doch deutlichen Satzgewinn von 25:16. Doch in diesem Match zeigte sich der Gegner wenig beindruckt vom Spiel unsere Mannschaft. Der zweite Satz entwickelte sich ähnlich wie der erste. Allerdings leisteten sich die Cottbuser diesmal keine Schwächephase und so blieb es bis zum Schluss offen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung ging dieser Durchgang mit 25:23 an den HSV. So musste der Tiebreak entscheiden. Und der brachte noch eine weitere Steigerung auf beiden Seiten. Zunächst konnten sich die Cottbuser etwas Luft verschaffen und wähnten sich mit einer 9:6-Führung schon auf der Siegerstraße. Aber Aufgeben zählte noch nie zu den Eigenschaften der Spitzbuben und so konnten unsere Jungs mit einem Zwischenspurt vier Punkte in Folge einfahren. Die Wende im Satz war damit eingeleitet. Mit 15:13 sicherten sich die Spitzbuben in Summe verdient den letzten Satz und das Spiel.

Auf dem Nachbarfeld zeigten die Kolkwitzer keine Schwächen. Somit konnten die Spitzbuben ihr Spieltagziel nicht erreichen und verloren einen weiteren Punkt auf den KSV. Die Spremberger müssen sich nun an ihre neue Rolle des Jägers gewöhnen. Doch wie schon erwähnt gehört Aufgeben nicht zum Wortschatz der Spitzbuben. Der Kampf um die Meisterschaft hat spätestens jetzt begonnen. Bereits an diesem Freitag werden in den Spielen gegen den TSV 1862 Peitz und den BSV Kraftwerk Jänschwalde wieder sechs Punkte vergeben.

Für die Spitzbuben im Einsatz: M. Dräger, M. Szymanski, T. Steffin, R. Müllers,  B. Schröter, C. Scharoba und M. Branzko (v.l.n.r.)

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