Nichts für schwache Nerven

Unsere Judoka gewinnen das Brandenburg Derby gegen Potsdam

 

Der KSC ASAHI Spremberg siegt im Brandenburg Derby und schlägt den Favoriten UJKC Potsdam knapp mit 7:6. Es war der erwartet spannende Kampftag vor einer faszinierenden Kulisse.

Für die ca. 500 Zuschauer war es ein Kampftag der an Spannung, Emotionen und sportlichen Attraktionen kaum zu überbieten sein wird. In der 1. Halbzeit standen sechs der sieben Begegnungen auf der Kippe. Lediglich unser Vize Kapitän Johannes Kruse ließ seinem Gegner keine Chance. Alle anderen Begegnungen hätten auch anders ausgehen können. Robin Bahlo und Lucas Gerlach trumpften stark auf und hatten ihre Gegner mehrmals auf der „Schippe“. Danni Tempel führte sogar gegen den  Deutschen Junioren Meister Yvo Wittasek mit Waza –Ari (halber Punkt) und 2 Bestrafungen ehe der junge Potsdamer wie aus dem Nichts einen Angriff startete und Tempel auf die Matte beförderte. Auch unsere beiden Gaststarter Jamal Petgrave aus England und Tomasz Domanski aus Polen hatten so ihre Mühe. Beide gewannen unter tosendem Applaus erst im Golden Score und sorgten für zwei wichtige Punkte und Erleichterung auf Spremberger Seite. Mit einem knappen 3:4 für Potsdam ging es in die Pause. Diese wurde den Fans und Zuschauern mit einer Darbietung des Sportclub Hoyerswerda verschönert. Die Sportakrobaten legten eine Show auf die Matte die hier in unserer Region Ihres Gleichen sucht.

Zur gleichen Zeit tüftelten die Trainer an ihren Aufstellungen und wechselten jeweils nur die drei Pflichtkämpfer aus. Michael Rex und Mike Göpfert waren sich sicher: hier geht noch was und dementsprechend laut und emotional war Ihre Halbzeitansprache. Johannes Kruse fackelte dann auch nicht lange und beförderte kurioser Weise den einzigen Spremberger in Potsdams Reihen Paul Böhme bereits nach 30 Sekunden auf die Matte. Maximilian Zimmermann gelang 15 Sekunden vor Schluss ein spektakulärer Wurf und somit die Führung. Aber mit dem Schlussgong kam der Potsdamer noch einmal durch und wähnte sich als Sieger. Die Halle tobte – die Potsdamer jubelten ihrem Kämpfer zu und ganz Spremberg skandierte: die Zeit war bereits abgelaufen. Nach einer Beratung der Kampfrichter bekam dann auch unser Kämpfer Maximilian Zimmermann den Punkt zugesprochen und brachte uns wieder mit 5:4 in Führung. Der leicht angeschlagene Danni Tempel agierte auch im zweiten Duell etwas glücklos und konnte den Ausgleich nicht verhindern. Ein starkes Heimdebüt gab anschließend der erst 18jährige Luc Meyer. Gegen den Britischen Meister und Junioren Vize Europameister Neil Macdonald machte das Spremberger Talent einen guten Kampf, marschierte nach vorne und brachte den WM Fünften an den Rand einer Niederlage. Aber eben nur an den Rand – Potsdam führte wieder mit 5:6. Unser Brite Jamal Petgrave tat sich mit dem Potsdamer Kapitän Christopher Schwarzer auch im zweiten Duell schwer, brachte aber den Sieg nach Hause. Johannes Limmer konnte danach das Duell der Jugend gewinnen. Dem 19jährigen Spremberger gelang 10 Sekunden vor Kampfende gegen den amtierenden Deutschen Junioren Meister Bennet Pröhl die entscheidende Wertung und somit wieder die Führung für unsere Judoka. Der Höhepunkt des Abends folgte dann im letzten Duell. Unser polnischer Schwergewichtler  Tomasz Domanski hatte den ebenfalls amtierenden Deutschen Junioren Meister Ole Buth gut im Griff und führte mit halben Punkt. Beide Athleten schenkten sich Nichts und führten einen harten aber von Taktik geprägten Kampf. Letztendlich war es dann den Kampfrichter zu viel Taktik und beide Sportler wurden disqualifiziert. Nach kurzer Fassungslosigkeit auf beiden Seiten brach ein riesen Jubel in der Halle aus. Auf der Anzeigetafel stand immer noch ein 7:6 für ASAHI Spremberg.

„Das war heute nichts für schwache Nerven. Ich bin fix und fertig aber überglücklich!“ so Vereinschef Dirk Meyer

„Ich habe in der Halbzeit gespürt, dass heute etwas drin ist. Die Jungs haben alle fantastisch gekämpft und sich diesen Sieg verdient.“ so Trainer Mike Göpfert

„ich bin stolz auf unser Team und froh das wir mit einem Sieg und dann noch zu Hause diese Saison endlich hinter uns gebracht haben.“ ergänzt Trainer Michael Rex

Mit Tabellenplatz 6 haben unsere Judoka ihr Saisonziel erfüllt und werden auch 2019 weiter für die Region kämpfen und dies in Liga 1.

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