Witten war bestens vorbereitet

Bundesliga Team kommt nicht unerwartet unter die Räder

Der Auswärtskampf in Witten endete für unsere Judoka mit einer ordentlichen „Packung“. Fast schon erwartet kamen unsere Jungs mit 11:3 unter die Räder. Wobei das Ergebnis etwas zu hoch ausfällt. Johannes Karsch und Ole Patzenhauer führten in Ihren Begegnungen, vermochten es aber nicht den Sieg nach Hause zu schaukeln. „die Jungs haben nicht Das gezeigt was sie können. Sie wirkten fest gefahren und irgendwie mutlos. Sicherlich spielt die derzeitige Situation mit den vielen Verletzten in den Köpfen unserer Jungs eine große Rolle. Aber letztendlich steht jeder alleine auf der Matte und kann seinen Punkt besteuern. Da haben wir uns heute eindeutig unter Wert geschlagen.“ so Trainer Mike Göpfert.                                                                                                                                                                            Außerdem hatten die Wittener Verantworlichen offensichtlich ihr Hausaufgaben gemacht. In den Gewichtsklassen in denen sich die unsere Jungs ein paar Punkte versprochen hatten, standen mit Jorren Verstraeten Europacupsieger und Junioren WM Dritter sowie mit Simeon Catharina ebenfalls Europacupsieger und Junioren Weltmeister zwei bärenstarke Ausländer. Kampflos wollten sich unsere Männer dennoch nicht geschlagen geben und pokerten bei der Aufstellung im ersten Durchgang etwas, um vielleicht doch noch irgendwo ein paar Punkte einzufahren. Leider ging auch diese Rechnung nicht auf und so lagen die Jungs um Kapitän Oleg Ilts bereits zur Pause mit 6:1 hinten. Lediglich unser polnischer Schwergewichtler Tomasz Domanski sorgte für den einzigen Spremberger Sieg.

Folglich wurde es ziemlich laut zur Halbzeitansprache. Trainer Mike Göpfert bemängelte das fehlende Selbstvertrauen und die mangelnde Cleverness am heutigen Tag, hatte aber auch keine Möglichkeiten mit Einwechslungen dementsprechend zu reagieren. Gerade einmal 11 Sportler hatte Göpfert zur Verfügung und so kam es dann auch, dass erstmalig ein Spremberger Judoka „abschenken“ musste. Der noch angeschlagene Max Henke übernahm den undankbaren Job, rückte in die Klasse bis 90 Kg auf und hob die Hand. Maximilian Zimmermann lieferte gegen den Belgier Verstraeten diesmal einen guten Kampf und verlor erst 20 Sekunden vor Schluss. Tomasz Domanski fuhr sehr souverän seinen zweiten Sieg ein und Lucas Gerlach ging bis an seine Grenzen. Der ebenfalls angeschlagene Gerlach nahm sich die Halbzeitrede unseres Trainers zu Herzen und wuchs über sich hinaus. Im Golden Score machte er die Erstrunden Niederlage gegen Graczyk wett und holte den dritten Punkt für uns. „wir hatten eigentlich gehofft, dass die Wittener in Runde zwei ein bisschen die Luft rausnehmen und wir noch ein paar Punkte mehr holen können. Aber Ihr Trainer Stefan Oldenburg gab uns nach dem Kampf zu verstehen: diesen Fehler haben schon andere Teams gegen Euch gemacht!“ so Vereinschef Dirk Meyer

In 14 Tagen am 30.06. geht es dann weiter für unseren Bundesligisten. Zu Gast in der Haidemühler Sporthalle ist der noch ungeschlagene Tabellenzweite Judo in Holle. Die Holler wollen unbedingt ins Halbfinale einziehen und auf Spremberger Seite wird von den Langzeitverletzten keiner zurück kehren. Hinzu kommt, dass zu gleichen Zeit das Ranglisten Turnier der u20 in München stattfindet, und somit auch unser Nachwuchs fehlen wird.

Foto: Lucas Gerlach (hier bei seinem Sieg über den Moldawier Pogreban) kämpfte mit einer Grippe und  siegte dennoch im Golden Score.

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