Unsere Judoka müssen bittere Pille schlucken

Gleich vier Talente verpassen Deutsche Meisterschaft

Wenn es kommt dann kommt es meistens Dicke! So oder so ähnlich hörte man Trainer Dirk Meyer dieser Tage des Öfteren  schimpfen. „ich bin total frustriert. Nach, ich weiß gar nicht so richtig 15 Jahren vielleicht, fahren wir das erste Mal nicht zu einer Deutschen Meisterschaft der Altersklasse u18.“

Sportlich lief es gar nicht so schlecht für unsere Judoka. Immerhin 9 Kämpfer qualifizierten sich für die Nordost- bzw. Mitteldeutschen Meisterschaften u18/21. Luc Meyer holte beim Ranglistenturnier des Deutschen Judobundes Silber und Julian Krupper präsentierte sich ebenfalls in blendender Verfassung. Doch was jetzt übrig blieb und zur Deutschen Meisterschaft fahren wird, ist für die erfolgsverwöhnten Judoka ernüchternd.

Julian Krupper lag mit einer schweren Mittelohrentzündung im Bett und konnte seine gute Form nicht einmal unter Beweis stellen und verpasst so die Deutschen Meisterschaften in Herne. Der amtierende Deutsche Meister Luc Meyer zog sich im Finale des Ranglistenturniers vor knapp zwei Wochen eine Verletzung am Meniskus zu und wird drei Tage vor den Deutschen Meisterschaften operiert.  Luisa Engelkind erkämpfte zwar sportlich mit Platz 3 bei den Nordostdeutschen Meisterschaften die Fahrkarte zur Deutschen Meisterschaft, verletzte sich aber im Kampf um Bronze am Knöchel so schwer, dass eine Teilnahme in Herne ausgeschlossen ist. „Das ist echt Bitter für unseren Verein und vor allem für die Sportler. Alle Drei durften sich berechtigte Hoffnungen auf Medaillen machen und nun dies.“ so Trainer Dirk Meyer zum  Ausfall seiner  Talente

Hinzu kommt noch die knapp verpasste Qualifikation von Antonia Fiedler. Antonia unterlag nach einem großartigen Wettkampf erst im Golden Score und verpasste mit Platz 5 die Qualifikation denkbar knapp. Wenn also bei Luisa Engelkind nicht noch eine Wunderheilung einsetzt, finden an diesem Wochenende erstmals seit knapp 15 Jahren die Deutschen Meisterschaften ohne Spremberger statt.

Mit Alina Völke und Paula Blume werden immerhin zwei ASAHI Judoka die Spremberger Farben bei den Deutschen Meisterschaften der u21 in gut zwei Wochen in Frankfurt / Oder vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die Verletzen schnell wieder den richtigen Weg finden und eventuell in der 2. Jahreshälfte für die internationalen Aufgaben fit sind.

Foto: Luisa Engelkind erkämpft Platz 3 und die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften, muss aber dieses Wochenende leider zu schauen. Eine Verletzung am Knöchel verhindert den Start in Herne

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