Aus drei mach zwei

Für einen Spieltag lang rückte das große Ziel, der Meistertitel, aus dem Fokus der Spremberger  Spitzbuben. Denn es war wieder einmal Derbyzeit. Gemeinsam mit der Reserve des HSV Cottbus kündigte sich die WSG Buckow als großer Herausforderer an. In diesen prestigeträchtigen Spielen der alten Rivalen aus der Perle der Lausitz ging und geht es immer mehr als  nur um drei Punkte. Hier steht und fällt die Vormachtstellung im äußersten Süden des Landes Brandenburg.

Doch vor dem Highlight des Tages stand der ehemalige Landesligist auf der anderen Seite des Netzes. Mit einer bis dato durchwachsenen Saison blieben die Cottbuser mit Sicherheit hinten ihren eigenen Ansprüchen zurück. Umso ambitionierter startete der HSV in die Partie. Clever und routiniert, wie man es sonst nur von den Spitzbuben kennt, sammelten sie Punkt für Punkt auf ihrer Habenseite. Langsam aber stetig konnte so der Vorsprung bis auf 18:13 ausgebaut werden. Mit einer Auszeit versuchten die Spremberger wieder ins Spiel zu finden und die Wende einzuleiten. Der Plan ging mehr als auf. Mit einer 12-Punkte-Serie wurde nicht nur der Satz zum 25:18 gedreht, sondern der Gegner förmlich deklassiert. Mit dem Erfolg im Rücken ließen die Volleyballer des KSC Asahi im zweiten Satz nichts mehr anbrennen und sicherten sich auch diesen mit einem klaren 25:20 Erfolg.

„Endlich, der Erzrivale wird serviert.“ So oder so ähnlich muss es einigen Spitzbuben durch den Kopf gegangen sein. Doch die WSG war nicht als bereitwilliges Opfer angereist. Seit langer Zeit konnte sich Buckow wieder in der Spitzengruppe etablieren und zeigte von Beginn an, warum man immer noch zu den Titelanwärtern zählte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, welches besonders durch die große kämpferische Leistung der WSG geprägt wurde. Ein ums andere Mal wurden die druckvollen Angriffe der Spitzbuben vom Hallenboden gekratzt. So ging der erste Durchgang nicht ganz unverdient mit 25:22 an die WSG Buckow. Doch nun war der Favorit vom KSC Asahi wach. Mit einem Blitzstart und einer 7:0-Führung fanden die Spitzbuben die richtige Antwort auf den Satzverlust. Der Tabellenführer stellte in beeindruckender Weise klar, warum man seit dem ersten Spieltag ganz oben im Tableau stand. Ein eindeutiges 25:17 rückte die Volleyballwelt, zumindest aus Sicht der Spitzbuben, ins rechte Licht. Die Gegenwehr der WSG war gebrochen und somit der Tie-Break mit 15:7 für den KSC Asahi nur noch Formsache.

Am Ende zeigt sich wieder einmal, dass ein Satz an der Leistungsgrenze eben nicht reicht, um die alten Hasen vom KSC zu besiegen. Im Gegenteil für den letzten Spieltag bleibt für die Spitzbuben nur noch der Kolkwitzer SV als letzter Gegner im Titelrennen übrig. Der geschlagene Rivale muss nun im Endspurt darauf achten sich nicht selbst, um die Früchte der bisher positiven Saison zu bringen.

Am kommenden Freitag können sich die Asahi-Volleyballer mit mindestens einem Sieg gegen den HSV Cottbus III oder den CVV 90 selbst zum vierten Mal in Folge die Meisterkrone auf den Kopf setzen. In der derzeitigen Form können sie sich wohl nur noch selber schlagen.

Für die Spitzbuben spielten: F. Richter, M. Szymanski, C. Scharoba, R. Müllers, M. Branzko und M. Dräger (v.l.n.r.)

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