Mit blauem Auge und weißer Weste

Die Bürde des großen Favoriten ist so manchem schon zur erdrückenden Last geworden. Dieser Rolle sahen sich am 14.10.2016 auch unsere Spitzbuben ausgesetzt. Aufgrund der Erfolge in den letzten Jahren war die Situation jedoch nicht neu. Mit dem BSV Kraftwerk Jänschwalde und der Reserve des Kolkwitzer SV erwarteten die Spieler zwei Mannschaften, welche nicht zum engeren Titelanwärterkreis zu zählen sind. Daher waren sechs Punkte fest eingeplant.

Im ersten Spiel trafen unsere KSC Männer auf den BSV. Bereits am letzten Spieltag konnten die Jänschwalder mit einem klaren 2:0 Sieg nach Hause geschickt werden. Vielleicht waren es diese jüngsten Erinnerungen, die eine regelrechte Leichtsinnigkeit ins Spiel der Spremberger einziehen ließ. Diverse Unkonzentriertheiten auf allen Positionen ließen anfangs ein kontrolliertes Spiel kaum zu. So war es nicht verwunderlich, dass sich bis Mitte des ersten Durchganges unsere Volleyballer nicht absetzen konnten. Das es am Ende dennoch zu einem 25:17 reichte, war viel mehr auf kleine Fehler der Kraftwerker zurückzuführen, als auf die Stabilisierung des Spitzbubenspiels. Wer nun dachte die Spremberger wären gewarnt, sah sich im zweiten Satz getäuscht. Kein Unterschied schien erkennbar. Hinzu kam, dass dieser Umstand dem BSV nicht entging und er sich förmlich in einen Rausch spielte. Bis zum 19:23 wirkten die Spitzbuben wie ein Fremdkörper auf dem Feld. Vielleicht war es die Angst der Jänschwalder vor der eigenen Courage oder auch doch die Reisleine unseres KSC Asahi, welche das Blatt am Ende zum schmeichelhaften 25:23 wendete. Unterm Strich wurden die nächsten drei Punkte in der noch jungen Saison gesichert.

Im zweiten Spiel trafen die Spremberger auf eine neu formierte zweite Mannschaft aus Kolkwitz. Die noch sehr jungen Spieler stehen am Anfang ihrer Volleyballkariere und hatten an diesem Spieltag den Spitzbuben nicht viel entgegenzusetzen. Denn wenn gleich keine große Steigerung des KSC Asahi erkennbar war, so wurde auch das zweite Match souverän mit 25:11 und 25:9 gewonnen.

Schlussendlich sind unsere Männer mit einem blauen Auge davongekommen. So können sie mit einer weißen Weste dem Spitzenspieltag am 04.11.2016 in Schmellwitz entgegenfiebern. Dort treffen sie auf die ehemaligen Landesligisten des HSV Cottbus und des Kolkwitzer SV. Hier wird sich erstmals zeigen wohin die Reise in dieser Saison gehen wird. Dies gilt aber auch für den Gegner. Denn bereits in den letzten Jahren führte der Weg zur Meisterschaft nur über den KSC Asahi. Bisher vermochte ihn noch keiner bis zum Ende zu gehen!

Für die Spitzbuben spielten: M. Dräger, M. Szymanski, C. Scharoba, M. Branzko, R. Müllers, T. Steffin, und A. Hertel (v.l.n.r.)

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