„Und täglich grüßt das Murmeltier“

Immer wenn die WSG „Am Fließ“ und unsere Spremberger Spitzbuben in der Kreisliga in Cottbus aufeinandertreffen, kann von hochklassigem Volleyball ausgegangen werden. So auch am letzten Wochenende als es wieder hieß der Erste gegen den Zweiten oder eben Meister gegen Vizemeister. Als dritte Mannschaft gesellte sich in der Außenseiterrolle die Reserve des SV Döbern hinzu.

In den letzten Jahren war der Klassiker sehr ausgeglichen. Jeweils zweimal konnten beide Teams den Sieg für sich verbuchen. Wobei die WSG immer für einen Sieg über den Tiebreak gehen musste. Unsere Spitzbuben dagegen überzeugten stets mit einem klaren 2:0.

Der erste Satz startete sehr fahrig auf Seiten der WSG. Viele individuelle Fehler sorgten für eine schnelle, komfortable Führung unsere Asahi Spieler. Eine unaufhaltsame Spiralwirkung setzte sich in Gang. Punkt für Punkt wurden die Spitzbuben sicherer und trauten sich so auch mehr am Netz zu, was die gegnerische Seite wiederum kontinuierlich weiter unter Druck setzte. Obwohl unser Team nicht an ihre Leistungsgrenze gehen musste, stand zum Seitenwechsel ein beachtlicher 25:14 Erfolg auf der Habenseite.

Doch schon in den letzten Jahren bewies das „Fließ“ gute Nehmerqualitäten. Angeschlagen aber nicht besiegt, ging es in den zweiten Durchgang. Dort zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Netzberührungen, Übertreten der Mittellinie und zum Teil knifflige Entscheidungen des jungen Schiedsrichters sorgten für einen schnellen Rückstand der Spitzbuben. Beim Stand von 11:4 nahm unsere Mannschaft wohl zu spät ihre erste Auszeit. Zwar konnten sie danach das Spiel etwas stabilisieren, jedoch war der Rückstand zu groß, um die Wende zu schaffen. 25:19 ging der Satz an die WSG „Am Fließ“.

Der Tiebreak musste wieder die Entscheidung bringen. Es entwickelte sich mal wieder ein offener Satz. Klare Aktionen auf beiden Seiten führten zu einer knappen 8:7 Führung unserer Spitzbuben beim Seitenwechsel. Doch zum Ende konnte sich die WSG einen kleinen Vorteil erspielen und hatte beim Stand von 14:12 ihren ersten Matchball. Aber eine gelungene Annahme brachte die Spitzbuben wieder in eine gute Angriffsposition. Der Ball konnte vom „Fließ“ nur unglücklich abgewehrt und unsauber weitergespielt werden, was der Schiedsrichter nach einer gefühlten Ewigkeiten auch zu Gunsten unseres Teams wertete. Der folgende Alibiaufschlag war für die routinierten Cottbuser ein willkommenes Geschenk, welches sie dankbar zum 15:13 annahmen.

Im zweiten Spiel ging es gegen die glücklosen Döberner, welche in ihrem ersten Spiel knapp an einem Überraschungssatzgewinn gegen das „Fließ“ mit 30:28 vorbei schrammte. Nach der ersten Saisonniederlage hieß es für die Spitzbuben die Motivation hochzuhalten und die zweite Niederlage an diesem Abend abzuwehren.

Jedoch waren die Volleyballer aus Döbern nicht in der Lage das Niveau zu halten und so konnten unsere KSC Männer den Abend mit einem sicheren 2:0 Sieg (25:12, 25:12) ausklingen lassen.
Damit biegt die WSG „Am Fließ“ mit leichten Vorteilen auf die Zielgerade der Saison ein. Sie setzt damit ihre Serie der 2:1 Siege gegen unsere Spitzbuben fort. Nun liegt es am letzten Spieltag  an unseren Jungs mit einem 2:0 Erfolg nachzulegen.

Dank der Drei-Punkte-Regel bedeutet dies, dass die Meisterschaft auch in diesem Jahr immer noch aus eigener Kraft geholt werden kann. Fehler jedoch dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Ob und wie das gelingen kann, können die Spitzbuben am 26.02.2016 gegen die WSG Buckow und den BSV Kraftwerk Jänschwalde zeigen.

Für die Spitzbuben spielten: F. Richter, M. Szymanski, M. Branzko, T. Steffin, C. Scharoba, und M. Dräger (v.l.n.r.)

Kommentare sind geschlossen.