Starker Kampf mit kleinem Kader

Für unsere erste Damenmannschaft ging es am vergangenen Samstag zum 4. Punktspieltag nach Erkner. Die Saison startete relativ gut, wenn man bedenkt dass die Mannschaft aus nur 9 Spielerinnen besteht. Es gelang ihr trotzdem immer an einem Punktspieltag mindestens einen Sieg zu erringen. Somit besetzten sie einen guten 4. Platz in der Brandenburgliga.

Auch dieses Mal war der Kader auf nur 7 Spielerinnen dezimiert. Dazu kam noch der Umstand, dass die Zuspielerin erneut krankheitsbedingt ausfiel. Somit musste das System komplett umgestellt werden. Die Kapitänin Annett Briesemann übernahm die wichtige Position der Ballverteilerin. Dadurch musste man aber auch auf einen gute Aussenangreiferin und Annahmespielerin verzichten. Auch die Libera Jenny Scholka musste von ihrer Position auf den Angriff ausweichen. Trotz dieser Umstellungen verliert das Team nie den Siegeswillen und die Lust am Spiel.

Im ersten Spiel des Tages traf man auf die starken Damen des USV Potsdam II. Die Potsdamerinnen führen die Tabelle ungeschlagen an. Und das bewiesen sie auch sehr deutlich mit guten Aufschlägen und schnellen Angriffen über die Mitte. Die Annahme und die Feldverteidiung unserer Damen konnte nicht richtig aufgebaut werden und somit endete der erste Satz ziehmlich schnell 25:11 aus Sicht des USV.

Im zweiten Satz stellte Trainer Ronny Mellack das System vom Doppelläufer auf das einfache System um und das trug auch die ersten Früchte. Die Annahme wurde sicherer und durch gute Blockaktionen konnte man die starke Mittelangreiferin etwas aus ihrem Rhythmus bringen. Mutige Angriffe und sichere Aufschläge sorgten sogar für eine gute sichere Führung bis zum letzten Drittel des Satzes. Zum Schluss waren es wohl die Nerven die die KSC Mädels zu vielen Eigenfehlern leitete. Der USV gewann auch Satz zwei, diesmal knapper mit 25:23.

Nachdem man all den Kampf aufgenommen und doch verloren hat ist es schwer sich im dritten Satz noch zu motivieren. Ans Aufgeben dachte aber keine und man kämpfte sich auch diesmal wieder Punkt für Punkt heran. Bis zum 12:10 konnte man auch noch gut mithalten. Aber dann schlichen sich wieder die Fehler im Abschluss ein und zum Schluss konnten der USV mit 25:19 das Spiel für sich klar entscheiden.

Die Potsdamer gewannen auch im Spiel gegen Gastgeber Erkner deutlich mit 3:0 Sätzen.

Im zweiten Spiel für unseren KSC trafen sie mit Erkner auf den vermeindlich leichteren Gegner. In der Hinrunde gewann unsere Frauen mit 3:2 Sätzen und in der Tabelle stand die Mannschaft hinter Spremberg.
Es ging jetzt darum die Fehler aus dem ersten Spiel abzustellen. Das gelang anfangs auch sehr gut. Die Pässe von der ersatzweise-Zuspielerin waren sehr präzise und die Angreifer konnten sich mehr und mehr durchsetzten. Doch war es wohl der fehlende Libero und auch die fehlenden Wechselmöglichkeit, so dass die Annahme und Feldabwehr schwächelte und der Satz mit 18 Punkten abgegeben wurde.

Unser KSC überzeugt aber schon immer mit großem Siegeswillen und mit dem ging man im zweiten Satz zielstrebig voran. Die Aufschläge wurden mutiger, die Angriffe schneller und härter und auch die Abwehr deutlich besser. Bei Erkner konnte bei einem Kader von 12 Spielerinnen wild durch gewechselt werden und das taten sie in diesem Satz auch fleißig. Davon ließen sich unsere Damen aber nicht beeindrucken und machten dem Satz mit 25:14 ein schnelles Ende.

Im dritten Satz spielten dann beide Mannschaften auf Augenhöhe. Es wurde viel gekämpft und viele spektakuläre Abwehraktionen waren zu sehen. Es wurde sich nichts geschenkt und bis zum Spielstand von 20:21 war alles ausgeglichen. Dann kamen aber die ärgerlichen Fehler wieder und die Angriffe blieben zu oft im Netz oder im gegnerischen Block hängen. Erkner gewann schlussendlich mit 25:21.

Der vierte Satz glich dem dritten. Nur das die Aktionen den Ball nicht auf dem Boden fallen zu lassen noch länger wurden. Somit zerrten auch schon die ersten Erschöpfungserscheinungen an der Mannschaft. Der Kampf war aber bis zum Schluss unermesslich. Nur leider ging der vierte Satz, der wohl mit knapp 30 Min Spielzeit der längste dieses Tages war, zu Gunsten des Gastgebers mit knappen 26:24 siegreich aus.

In der Tabelle rutschte die erste Mannschaft unseres KSC einen Platz runter auf 5, steht aber noch vor Erkner.
Diesen Samstag geht es für unsere Damen nach Zepernick. Dort wartet neben SG Einheit Zepernick (Tabellenletzte) auch Energie Cottbus (Tabellenzweite) .

Es spielten: Annett Briesemann (Zuspiel), Katy Schabernack (Mittelblock), Jenny Scholka (Außenangriff/ Universal), Elena Sozonova (Außenangriff), Marilyn Seitz (Mittelblock), Mandy Berg (Mittelblock), Marlen Kuschela (Diagonalangriff), Trainer: Ronny Mellack

Kommentare sind geschlossen.