Zum Aufsteiger nach Köln

Die ASAHI-Judoka stehen vor ihrem nächsten Auswärtskampf. Gegen den Tabellenvorletzten JC BUSHIDO Köln wollen die Lausitzer an diesem Samstag zwei Punkte holen.

Mit dem JC Bushido Köln wartet der Liga-Neuling und Aufsteiger auf die Spremberger Judoka. Die Rheinländer haben ein sehr erfahrenes Team und sind nur schwer einzuschätzen. Bereits im April sprach Trainer Dirk Meyer vom wahrscheinlich schwersten Auswärtskampf der Saison: „Wir haben fast 700 Km in den Beinen und JC BUSHIDO Köln hat die meisten Starter mit Erstliga-Erfahrung in der Mannschaft. Das wird auswärts ein ganz dicker Brocken.“

ASAHI geht dennoch selbstbewusst in die Partie. „Die beiden Siege gegen Lübeck und Holle geben uns natürlich Selbstvertrauen und wir fahren nach Köln um zwei Punkte zu holen“, so Bundeswehrsoldat Kevin Schröder, der seine unglückliche Niederlage (Disqualifikation) in Holle vor drei Wochen bereits abgehakt hat.

Aschewolken hätten Start fast verhindert

Ob Trainer Dirk Meyer aus den Vollen schöpfen kann, ist noch ungewiss. Schwergewichtler Fred Finzelberg kämpft noch um seine Freistellung beim Arbeitgeber, genauso wie Haudegen Andre Korb. Mike Göpfert wird definitiv nicht an den Start gehen. Der Thüringer Landestrainer muss zum Messecup nach Erfurt, um dort den Judo-Nachwuchs an der Matte zu betreuen. Hinzu kommen die vier seit dem Saisonbeginn verletzten Kämpfer. Der Ausfall von Johannes Karsch tut Coach Meyer besonders leid: „Johannes studiert in Köln und hat schon alle seine Studienfreunde über Facebook zum Kampf eingeladen. Der hat sich so richtig auf seinen Einsatz gefreut.“ Wegen eines Achillessehnenrisses wird Karsch wahrscheinlich bis zum Saisonende ausfallen.

Zum Glück können die Lausitzer wieder mit zwei Engländern rechnen. Wie schon im vergangenen Jahr hätte der Vulkanausbruch in Island die Anreise fast verhindert. „Ich habe ständig im Internet geschaut, ob der Flug startet oder nicht. Aber diesmal hat alles geklappt“, sagt erleichtert ASAHI-Partner Christian Reinhold vom Taxi-Dienst Con-Tax, der die Engländer für ASAHI immer in Berlin Schönefeld abholt. Auch Physiotherapeut Daniel Prochnow freut sich über die britische Verstärkung: „Ich mag die Jungs und ihr Judo hat uns bis jetzt große Freude bereitet. Durch das Flugverbot wäre eine riesige Lücke in der Mannschaftaufstellung entstanden.“

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