Kletterkurs

 

 

 

 

Integration – statt sozialer Isolation
Chancengleichheit, Teilhabe und Partizipation

Das Präventionsprojekt soll dazu beitragen Kinder und Jugendliche vor sozialer Ausgrenzung und Armutsrisiken zu schützen. Speziell Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten sollen im Projekt “Klettern” soziale Integration erfahren und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Klettern:
verbessert die Körperwahrnehmung, Konzentration und motorische Koordination
stärkt das Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und das selbständige Handeln
fördert die Vertrauensbildung und kommunikative Teamarbeit
unterstützt die mentale und emotionale Entwicklung des Kindes

„Integration – statt soziale Isolation“ – Ein Thema was uns alle angeht…

keine Seltenheit mehr und doch wird nicht immer offen damit umgegangen: „Kinder und Jugendliche mit den verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. AD(H)S (Aufmerkseitskeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) und Menschen mit Behinderungen werden häufig unbewusst sozial ausgegrenzt und erfahren eine Art soziale Isolation und Unverständnis, weil beispielsweise Eltern, Angehörige, das Fachpersonal an Schulen, Kita´s zu wenig aufgeklärt sind und das Wesen dieser Klientel nicht wirklich verstehen können“.

Daher setzte sich im Jahr 2010 eine Arbeitsgruppe aus professionellen Fachkräften der sozialen Arbeit, der Ergotherapie, dem Sportverein KSC Asahi Spremberg e.V. mit der Thematik auseinander und entwickelten Ideen. Schnell war klar: „wir wollen uns vernetzen, Ressourcen bündeln und das sozialraumübergreifende Projekt unter dem Motto: „Integration – statt soziale Isolation“ miteinander gestalten. Gemeinsam Wege finden und setzten uns das Ziel aktiv und vor allem präventiv für die Kinder und Jugendlichen, welche sehr oft zu „Problemkindern“ abgestempelt werden zu engagieren“.

Mit Bewilligung des Projektes konnte die Durchführungsphase am 12.Mai.2011 endlich starteten. Das Netzwerk war gesponnen und die coole Kletteraktion nahm seinen Lauf. Anfangs konnten 24 Kinder und Jugendliche mit und ohne Verhaltensauffälligkeiten / Behinderungen sowie sozial Benachteiligte teilnehmen. Mädchen und Jungen der Grundschulen Drebkau und Drebkau OT Leuthen sowie aus der Oberschule Spremberg (hier in Unterstützung der Schulsozialarbeiterin Bärbel Neumann und der Sozialarbeiterin für Gemeinwesenarbeit Madlen Lewandowski) kletterten fleißig, motiviert und hatten Spass.

Schnell war für die Fachkräfte klar, das Projekt ist ein riesiger Erfolg. Im Laufe der Projektzeit folgten Kinder und Jugendliche aus dem stationären Wohnen „Umgebinde“ in Drebkau OT Schorbus und dem Kinderheim Schwarze Pumpe.

Der Austausch im Bezug auf die sozialraumübergreifende Kinder- und Jugendarbeit in Verknüpfung mit ergotherapeutischen Ansätzen und Sport stellen aufgrund des demografischen Wandels und der damit verbundenen Problematiken eine Art Rezept dar. Es war für uns hervorragend zu beobachten, wie wichtig es ist: „den Kindern und Jugendlichen Integrationsmöglichkeiten zu bieten, in denen sie eine eigene Entwicklungsphase erleben dürfen und somit die Möglichkeit erhalten haben sich inklusionsbehaftet Selbsterfahrung zu erarbeiten“.

Als sich der Projektzeitraum dem Ende näherte wurde am 11.11.2011 noch einmal ein Tag genutzt, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten sich in Workshopphasen auszuprobieren und mit Vertretern der Stadt Spremberg, der Stadt Drebkau und weiteren Institutionen ins Gespräch zu gehen. So wurde am „Tag der offen Tür“ miteinander geredet, wiederum geklettert und eine Einführung in die Thematik Judo, Karate/ Selbstverteidigung, Klettern und die damit verbundene soziale und therapeutische Arbeit geboten.

Im Rahmen der Projektarbeit wurden jugendliche Vertreter der Jugendnetzwerkinitiative   Jokus aufmerksam und wollen mit dem Kooperationspartner KSC Asahi e.V.  in 2012 bei der Entwicklung und Fortführung der nachhaltigen Projektarbeit mitwirken.

Die Ergotherapeutin von Ergo-Life Nicole Möbius, Kletterinstruktor Mario Blauth, die Sozialarbeiterin für Gemeinwesenarbeit aus Drebkau Madlen Lewandowski und Dirk Meyer vom KSC Asahi Spremberg e.V. bildeten in nun fast zwei jähriger Zusammenarbeit ein neuartiges Team. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, Unterstützern und neuen Partnern und freuen uns auf eine weitere förderliche sozialraumübergreifende Zusammenarbeit.

Kooperationspartner:
Madlen Lewandowski – Sozialarbeiterin für Gemeinwesenarbeit der Stadt Drebkau
Bärbel Neumann – Schulsozialarbeiterin BOS Spremberg
Nicoloe Möbius – Ergotherapeutin Ergo-life
Mario Blauth – Kletterinstruktor

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